Diese Kolumne erscheint am 5. Juli 2017 in der Hotellerie & Gastronomie Zeitung. Regelmässig berichtet da der Geschäftsführer des Casino Bern, Ivo Adam, vom Stand der Dinge des Umbauprojektes.

Vor einem Jahr stand ich mit neuem Arbeitsvertrag vor der Eingangstüre meines neuen Büros. Ich öffnete die Türe und wusste: In einem Jahr werde ich schon wieder nicht mehr hier sein.

Mein Büro verschwindet. Wohin? Da müsste ich auf den gefühlten 3000 Seiten des Renovationsprojektes nachschauen. Den 2 ½ -järigen und 74-Millionen-Franken-Umbau des Kultur Casinos Bern werde ich in Sandsteinwurfdistanz in einem kleinen Büro in der Burgerbibliothek überwachen und mit meinem Team am neuen Kapitel des Casinos schreiben. Zum ersten Mal in der über 100-jährigen Geschichte des Gesellschaftshauses wird alles aus einer Hand serviert (bis anhin wurde nur fremdvermietet und verpachtet). Die erste Säule des Konzeptes ist Kultur: das Berner Symphonieorchester bleibt zwar Hauptmieterin, neu werden wir jedoch auch eigene Kulturveranstaltungen durchführen – von klitzeklein bis füllig & fett.

Die zweite Säule sind Events. Durch die Zugehörigkeit zur Burgergemeinde, der Nähe zum umtriebigen Bundeshaus und damit zu zahlreichen Verbänden und zu vielen in Bern ansässigen Topfirmen denken wir, dass wir mit unserer einzigartigen Lage und unseren historischen Räumen punkten können.

Die dritte Säule: Gastronomie. Zur Zeit versuche ich, fünf Teilkonzepte im Restaurant im Erdgeschoss unterzubringen. Die Kommission, die verantwortlich ist, mich zu bremsen, findet, zwei tun’s auch. Ich denke, wir einigen uns dann auf drei… (oder doch auf vier?!). Warten Sie ab. Im Herbst 2019 geht’s los.